DELF? – DELF!
Wenn du jeden Tag ans Schwarze Brett schaust, sind dir vielleicht schon einmal
Hinweise aufgefallen, die an die „DELF-Teilnehmerinnen“ gerichtet waren. Was
aber verbirgt sich hinter dieser Abkürzung?
DELF ist ein französisches Sprachzertifikat und bedeutet „Diplôme d’études en
langue française“. Es wird vom französischen Erziehungsministerium vergeben und
in der ganzen Welt anerkannt. Die standardisierten Prüfungen werden vom Centre
international d’études pédagogiques (CIEP) entwickelt und von den französischen
Kulturvertretungen in der ganzen Welt durchgeführt. Seit 2006 dürfen auch Lehrer
an bayerischen Gymnasien diese Prüfungen abnehmen, vorausgesetzt sie haben eine
entsprechende Fortbildung besucht.
Die an den Schulen angebotene Variante von DELF, das sogenannte DELF scolaire,
ist besonders jugendgemäß, damit die im Rahmen der Prüfung behandelten Themen
auch der Erlebniswelt eines Schülers entsprechen. DELF scolaire gibt es in vier
verschiedenen Niveaus (A1 bis B2), die den ersten vier Niveaus des europäischen
Referenzrahmens für moderne Fremdsprachen entsprechen – einer Definition dessen,
was ein Fremdsprachenlerner beherrschen sollte.
Auf jedem Niveau werden durch unterschiedliche Aufgaben die kommunikativen
Teilkompetenzen Hörverstehen, Leseverstehen, schriftlicher Ausdruck und
Sprechfertigkeit abgefragt. Die Prüfungen zu den unterschiedlichen Niveaustufen
können voneinander unabhängig abgelegt werden, d.h. man kann eine B1-Prüfung
absolvieren, ohne dass man vorher A1 oder A2 vorweisen muss.
Natürlich sind solche Sprachzertifikate nicht kostenlos, denn die Erstellung,
Durchführung und Korrektur der Prüfungsaufgaben kostet genauso Geld wie das
Versenden der vorläufigen und später der endgültigen Diplome. Im Augenblick
gelten folgende Tarife: A1 – 25€, A2 – 40€, B1 – 45€, B2 – 70€.
Warum lohnt es sich, dieses Geld zu investieren? Zum Einen weisen die
DELF-Zertifikate klar definierte Sprachkenntnisse nach, die weltweit anerkannt
sind, und helfen so in vielen Situationen: im Studium, bei der Praktikumssuche,
im Beruf. Zum Anderen sind sie motivierend, denn sie bieten auch Schülern, die
sich im Französischen schwer tun, Erfolgserlebnisse. Und nicht zuletzt helfen
sie Schülern dabei, frühzeitig Prüfungssituationen kennen und meistern zu
lernen.
Die DELF-Prüfungen finden zweimal im Jahr statt – im Januar und im Juni.
Anmelden muss man sich aber schon etwa ein Vierteljahr davor, also im Oktober
bzw. im März. An unserer Schule können sich interessierte Schülerinnen im Rahmen
eines Wahlfachs auf die Prüfung vorbereiten, wenn es ihr Stundenplan zulässt.
In den vergangenen drei Prüfungszeiträumen nahmen jeweils etwa 15 Schülerinnen
aus den Klassen 10 bis 13 an den Prüfungen der Niveaustufen A2, B1 bzw. B2 teil.
Alle bisherigen Teilnehmerinnen haben ihre Prüfung bestanden, teilweise mit
herausragenden Ergebnissen.
Falls du neugierig geworden bist und nun mehr wissen willst, oder falls du schon
immer an DELF teilnehmen wolltest, nur bisher keine Zeit hattest, melde dich
einfach bei Herrn Seliger!