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Ein „richtiger“ Buchautor
zu Gast im Religionsunterricht


„Es war eine sehr interessante Erfahrung, einmal mit dem Autor eines Buches zu reden“, schrieb eine Schülerin des Grundkurses evangelische Religion hinterher. Was dem vorausging, beschreibt die Schülerin Julia Reich im folgenden Bericht:

„Ich will von Gott erzählen, wie von einem Menschen, den ich liebe“ lautete der Titel der Lektüre im Grundkurs Evangelische Religion in diesem Jahr (Schuljahr 07/08). Das Buch stammt von Hans Frör. Er versucht darin Gott auf menschliche Art und Weise zu zeigen und die Entstehungsgeschichte bis hin zu Jesu Auferstehung in einem anderen Licht zu zeigen: menschlicher.




Taschenbuch: 79 Seiten
Verlag: Guetersloher Verlagshaus; Auflage: 13., überarb. A. (Januar 2003)
ISBN-10: 3579013335
ISBN-13: 978-3579013336

Wir setzten uns mehrere Wochen mit den Themen dieser Lektüre auseinander, schrieben sogar eine Klausur, in der diese thematisiert wurde. Trotzdem gab es Fragen, die wir uns selbst und auch unser Kursleiter, Herr Soellner, nicht beantworten konnte. Da Hans Frör, heute Rentner, in der Nähe von München, am Wörthsee, wohnt, fragte Herr Soellner an, ob er uns einen Besuch abstatten könne um unsere Fragen zu beantworten.
So saß dann am 29.5. ein älterer sympathischer Mann in unserem Klassenzimmer. Er fing damit an zu erzählen, wie er überhaupt darauf kam das Buch zu schreiben. Er war früher Gemeindepfarrer und arbeitete danach bei der Telefonseelsorge in München. Dies war in den 70er Jahren, in denen der genetische Code mehr und mehr entschlüsselt wurde und die Evolutionsgeschichte in einem neuen Licht erscheinen ließ. Frör war fasziniert von dieser Sicht der Weltenstehung. Er sah keine Probleme Wissenschaft und Theologie zu vereinen. So entschloss er sich also eine Art neuen Schöpfungsbericht zu schreiben, der durch das aktuelle Wissen erweitert war. Außerdem ärgerte es ihn, dass die Theologen immer abstrakter über Gott redeten und sich nicht trauten ihn so zu beschreiben, wie sie ihn empfanden. Die einzelnen Kapitel schrieb er hauptsächlich auf seinen Zugfahrten zwischen Milbertshofen und München. Hans Frör selber sieht in der Bibelgeschichte, dass Gott eine Beziehung mit ihm eingehen will.
Während er all dies erzählte, konnte man seine Überzeugung spüren und durch seine lebendige, mitreißende Art war es eine sehr spannende Stunde, die viel zu schnell vorbei ging.

Julia Reich, K 13

 


 

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