Die Geschichte unserer Schule
Sie zeigt eine beständige Anpassung an die Erfordernisse der Zeit, schmerzhafte Einschnitte und ein festes Fundament im Glauben.
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| Das Haupthaus wurde 1912 dem Engelhaus angefügt |
| 1627-1809 | "Schule der Englischen
Fräulein" - gegründet von Maria Ward im
"Paradeiserhaus", das ihr von Kurfürst Maximilian I. von Bayern zur
Verfügung gestellt wird; an der Weinstraße - Schrammerstraße (heutiger Marienhof)
ist es die erste
Mädchenschule Münchens
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| 1809-1835 | Aufhebung der Schule infolge der Säkularisation | ||
| 1835-1894 | "Königliches Erziehungsinstitut" im Nördlichen Schlossflügel; König Ludwig I. berief 1835 die Englischen Fräulein nach Nymphenburg | ||
| 1893/94 | Engelhaus-Trakt | ||
| 1910/12 | Katharinenbau (Hauptschulhaus im Jugendstil) wurde errichtet, bedingt durch die wachsenden Schülerzahlen | ||
| 12.04.1911 | Einheitsform der Höheren Mädchenschule wird Pflicht, (ab dem 5. Schuljahr und
dauert 6 Jahre) Frauenschule ab der 6. Klasse der Höheren Mädchenschule und dauert 2 Jahre. |
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| 1924 | Mädchenlyzeum mit mehr wissenschaftlicher Prägung | ||
| 1928 | reale Progymnasialabteilung | ||
| 1930 | Ausbau zum Mädchenrealgymnasium | ||
| 1933/34 | 1. Abitur | ||
| 1933/34 | Die Höhere Mädchenschule wird abgeschafft | ||
| 1934 | 3-klassige Mädchenmittelschule wird eingeführt | ||
| 29.12.1937 | „Kein Bedürfnis mehr gegeben", keine Einschreibung | ||
| 1939 | Enteignung | ||
| 1941-1945 | Aufhebung der Schule in Nazidiktatur - Umfunktionierung zum Hilfskrankenhaus | ||
| 12.09.1945 | Es wird die Erlaubnis erteilt, die früher genehmigte Höhere Mädchenschule zu führen. Beginn mit der 4. und 5. Kl. in einer Bretterbude auf der Spielwiese. Ab Nov. 45 Unterricht im Josephshaus. | ||
| 1946 | Einschreibung für die Mädchenoberschule (300 Schülerinnen) 5 Jahre Schichtunterricht wegen fehlender Räume |
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| 1947-1964 | Eine Mädchenmittelschule wird genehmigt | ||
| 1950 | Das Schulhaus kann wieder benützt werden | ||
| 1951 | Mädchenrealgymnasium statt Mädchenoberrealschule | ||
| 1961-1964 | Bau der Kirche, des Schwimmbades, der Fachräume im Untergeschoss | ||
| 1965 | 4-stufige Realschule kaufmännischer/hauswirtschaftlicher Prägung | ||
| 1965/66 | Neusprachliches Gymnasium mit angegliedertem sozialwissenschaftlichen Gymnasium (1965 - 1973) | ||
| 1976 | Errichtung der Kollegstufenbücherei | ||
| 1977 | Freisportanlage | ||
| 1982/83 | 4-stufige Realschule mathematisch/kaufmännischer Prägung | ||
| 1984 | Doppelturnhalle | ||
| 1985 | Computerraum mit 8 Arbeitsplätzen | ||
| 1987 | Maschinenschreibsaal mit elektronischer Ausstattung | ||
| 1991 | Computerraum I | ||
| 1993/1994 | Neuer Zweig an der Realschule: Kunst statt Hauswirtschaftlehre | ||
| 1995 | Computerraum II | ||
| 1994/1996 | Aufhebung des Internats, Ausbau von Klassenzimmern | ||
| 1998/99 | Naturwissenschaftlicher Zweig am Gymnasium | ||
| 1999/2000 | Chemie- Übung statt Maschinenschreibsaal | ||
| 2000 | 6-stufige Realschule mit den Zweigen BwR, F, Ku | ||
| 2006 | Wechsel des Schulträgers: Die Congregatio Jesu übergibt die Schule in die Erzdiözese München und Freising. Eigene Schulleitungen für Realschule und Gymnasium; weiterhin arbeiten beide Schulen sehr eng und fruchtbar zusammen und fühlen sich auch der Namensgeberin der Schule sowie der Congregatio Jesu herzlich verbunden. |
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| 2007/2008 | Schließung der Schwimmhalle; neue Klassenzimmer in der „Villa“ (ehemaliger Kindergarten); Computerraum III und Vernetzung des Hauses: alle Klassenzimmer mit PC und Beamer |
1. Beginn
Maria Ward und ihre Gefährtinnen kommen am 7. Januar 1627 in München an.
Der Kurfürst Maximilian I. stellt ihnen das „Paradeiserhaus" zur Verfügung (auf
dem heutigen Marienhof).
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| Das alte Paradeiserhaus in München |
Das Haus war vom Besitzer Herrn Paradeiser (Herr von Neuhaus und Gradisch,
herzoglicher Kämmerer und Pfleger zu Crandsberg) in den Besitz der Wittelsbacher
gekommen.
Lage:
Mit dem vorderen Teil geht es an die Weinstraße gegen den Schäfflerturm, mit der
Seite an die Stiftgasse, mit der anderen Seite an die Schäfflerstraße, an die
Schwabingergasse und die Schrannengasse, hinten stößt es an die neue
Stiftkapelle. Es ist geräumig, aber bereits baufällig.
Bereits am 21. April 1627 wird die Schule für Mädchen eröffnet, ebenso ein
Pensionat.
Der Kurfürst lässt noch 10 Schwestern aus Köln und Lüttich kommen.
Schulpräfektin ist Winefried Bedingfield. 1.Oberin war Mary Poyntz.
Unterricht:
Man lehrte die Schülerinnen Latein, Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, so dass sie
jede dieser Sprachen lesen, schreiben und sprechen konnten, dazu die schönen
Künste der Musik, Malerei und Stickerei.
Doch hoch über all diesen Kenntnissen und Fertigkeiten stand deren sorgfältige
Erziehung und Charakterbildung.
Die Schule war offen für Mädchen aller Stände und war kostenlos.
1631 Aufhebung der Gemeinschaft wegen des Ausbruchs der Pest in München.
Mary Poyntz gelingt es, das Paradeiserhaus zu halten.
1635 bittet Winefried Bedingfield den Kurfürsten, wieder den Unterricht
aufnehmen zu dürfen.
2. Erweiterung
Das Paradeiserhaus ist sehr baufällig geworden, so dass es nicht mehr länger bewohnbar ist.
Laut Schenkungsbrief vom 22. Febr. 1691 überließ es nun Max Emanuel den Englischen Fräulein als Eigentum, damit es abgerissen und an seiner Stelle ein neues Institutsgebäude errichtet werden konnte.
Nach langen Verhandlungen konnte die Oberin Anna Barbara Bapthorpe einen Mietvertrag mit dem Freiherrn von Lerchenfeld abschließen: Das Haus in der Neuhausergasse konnte für 4 Jahre bezogen werden als Wohnung für die Schwestern und Zöglinge und zur Fortführung der Schulen.
Kurfürst Max Emanuel übergab die Leitung des Baues an Oberbaumeister Graf von Wahl, mit dem Planentwurf wurde Oberbaumeister Enrico Zuccali beauftragt.
Baubeginn Mai 1691 - Fertigstellung 1696. Einweihung 20. Okt. 1697 durch den Fürstbischof von Freising
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| Das neue Paradeiserhaus: Wohngebäude der Englischen Gemeinschaft |
Das neue Haus in München ist vollendet. Es ist ein ansehnlicher, zweistöckiger Bau
im länglichen Viereck, dessen Fassade mit Hauptportal auf die Weinstraße
hinausfuhrt. Der obere, viereckige Aufbau an der Vorderfront des Hauses ist ein
großer Saal, überwölbt von einer Kuppel mit einem Laternentürmchen; dieses trägt
die Uhr und beherbergt zwei Glocken:
„Maria-Joseph" und „Benno-Ignatius", vom Abt von Tegernsee geweiht. Der Saal
wird als Oratorium genützt. Im Rückgebäude befindet sich die Hauskapelle, 1697
von Bischof Johann Franz von Freising geweiht. In der Mitte befindet sich ein
Hof, das Haus hat schöne Zimmer, beherbergt fünf Schulen. Täglich kommen 300 bis
400 Kinder zur Schule.
In den neuen Räumen entwickelte sich das Pensionat bald zu einem der
angesehensten seiner Zeit.
Nach einer Stundenordnung von 1680
war der Tag so eingeteilt:
| 6:30 Uhr | Öffnung der Schule |
| 7:00 Uhr | Heilige Messe |
| 8:00 Uhr | Beginn des Unterrichtes, Aufsagen der Lektionen |
| 9:00 Uhr | Schreiben und Korrekturen |
| 10:00 Uhr | Schluss der Schule mit Gebet |
| 13:00 Uhr | Wiederbeginn mit Religionsunterricht |
| 16:00 Uhr | Schluss der Schule |
3. Schwere Zeit für die Kirche:
Aufklärung, Säkularisation
1771 wird die allgemeine Schulpflicht für Buben und Mädchen eingeführt.
Die glückliche Entwicklung unserer Schulen wird gegen Ende des 18. Jh. gehemmt
durch die Aufklärung.
1774 erscheint ein neuer Schulplan. Das Mädchenschulwesen wird zunächst nicht
unmittelbar berührt, nur die Elementarschulen.
Schwer betroffen wird das Institut aber durch die Maßnahmen der aufgeklärten
Regierung gegen die Klöster, die in jener Zeit in Bayern beinahe die einzigen
Träger der höheren Mädchenbildung sind. Fazit: Verbot neuer klösterlicher
Niederlassungen, Erschwerung der Aufnahme neuer Mitglieder
Am
28. April 1784 wird durch kurfürstlichen Erlass auch unsere Schule unter
staatliche Aufsicht gestellt.
Das gesamte Schulwesen in Bayern kommt 1799 unter die alleinige Aufsicht des
Staates.
Den Englischen Fräulein wird damit die unmittelbare Leitung ihres Pensionates
(für höhere Stände) und der höheren Schule entzogen. 1802 Die säkularisierende
Tendenz der Aufklärung wird deutlicher.
Das Institut in München wird noch ausgenommen.
Am
10.02.1803 tritt das Verbot Novizinnen aufzunehmen in Kraft, ebenso erleiden die
Schwestern Eingriffe in interne
geistliche Angelegenheiten.
„Klosterfrauen sind unfähig zur Anpassung an höhere Forderungen. ", besagt
die 1803 ausgearbeitete Reform, die den Unterricht und die Erziehung der
Mädchen in den klösterlichen Instituten bestimmt.
Am
7. Nov. 1803 werden die obere und die untere Schule vereint.
Am 2. März 1807 müssen sämtliche Kapitalsbriefe aller Englischen Institute in
Bayern an die Stiftungszentralkasse ausgeliefert werden.
Nach den vielen Jahren der Entbehrung, der Unsicherheit und vergeblichen Arbeit
erklärt die Generaloberin Ernestine von Schaffmann im Namen aller Mitglieder des
Institutes, dass sie den völligen Austritt der Aufnahme in eines der
Zentralklöster vorziehe.
Am 20. Juli 1809 wird den Englischen Fräulein durch behördliche Abordnung
mitgeteilt, dass sie ihr Haus zu verlassen haben. Papiere, Schlüssel zum Archiv
und Rechnungsbücher werden gefordert.
Am 16. August 1809 scheiden sie von ihrem Heim, der Stätte ihres anerkannten
Wirkens.
Da für die staatliche Schule die geeigneten Persönlichkeiten fehlen, werden die
bisherige Obermeisterin des Pensionates, Claudia Freiin von Burgau mit Lehrerinnen des Institutes für diese Aufgabe verpflichtet. Nach Jahresfrist wird
wegen finanzieller Schwierigkeiten wieder geschlossen.
Alles kam unter die Verwaltung der Stiftungsadministration.
Das Institutsgebäude selbst wurde anfänglich für die von König Max I. gegründete
Erziehungsanstalt für Töchter höherer Stände, das sog. „Max Joseph-Stift"
bestimmt, von demselben aber nie bezogen, dafür im Jahre 1812 wegen seiner
zweckmäßigen Lage dem Kgl. Staatsministerium des Innern zugewandt, 1826 aber der
Königlichen Polizeidirektion eingeräumt.
4. Neubeginn in Nymphenburg
König Ludwig I. erkannte bald die Mängel der politischen Maßnahme seines Ministers und berief 1835 die Englischen Fräulein von Augsburg nach München zurück.
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| Wandmalerei in der Aula der Schule |
Die Übergabe des Königlichen Erziehungsinstitutes erfolgte am 6. Oktober 1835.
Den Schwestern wurde der nördliche Flügel des Nymphenburger Schlosses zur Verfügung gestellt.
(Dieser Teil des Schlosses war, 1730 als Mädcheninstitut gegründet, bis 1817 von den Chorfrauen de Notre Dame geleitet worden.)
Folgende Bedingungen waren gegeben:
• Öffentliche Erziehungs- und Unterrichtsanstalt unter der Aufsicht der weltlichen Behörde
• Zuständig für den Religionsunterricht und die religiöse Communität ist das Erzbischöfliche Ordinariat
• Königlicher Bestätigung bedarf die Wahl der Oberin und die Verleihung sämtlicher Freiplätze an unbemittelte Zöglinge
• Der König selbst bestimmte die Uniform der Zöglinge: „zum grünen Kleid ein karmesinroter Schal"
• 7 Schwestern aus dem Institut Augsburg übernahmen den Dienst.
Ende des Schuljahres 1843 zählte das Pensionat bereits 109 Zöglinge, darunter 19 Ausländerinnen.
Am 6. Oktober 1835 wurde auch die Bestätigung der Frau M. Catharina di Graccho
als Oberin und Vorsteherin des Königlichen Erziehungsinstitutes ausgesprochen.
Auf Wunsch Seiner Majestät wurde 1840 Frau M. Catharina di Graccho als
1.Generaloberin aufgestellt. Sie sollte nach Wunsch des Königs ihren Sitz und
beständigen Wohnort in Nymphenburg haben.
Die Anfänge waren sehr bescheiden:
2 Klassenzimmer, 1 größerer Wohnraum, 1 Speisesaal, einige Schlafsäle, 1 Krankenzimmer und Sprechzimmer
Für die höhere Mädchenbildung gab es noch keine behördlichen Lehrpläne.
Es lagen die 1817 veröffentlichen Satzungen des Königlichen Erziehungsinstitutes
vor.
Das Statut bestimmte folgende Gegenstände des Unterrichts:
1. Christliche Religion
2. Kenntnis der Muttersprache
3. Verstandesübung
4. Rechnen
5. Naturlehre und Naturgeschichte
6. Geographie und Geschichte
7. Französische Sprache
8. Gesang und Klavier
9. Weibliche Handarbeiten und angemessene häusliche Arbeiten
Wachsende Schülerzahlen fordern im Laufe der nächsten Jahrzehnte zusätzliche
Räume und Häuser.
1840 Frau Kath. di Graccho bittet um Überlassung des ehemaligen
Kapuzinerhospizes und den Hofraum für Krankenzimmer und Badezimmer.
1845 wird eine Trennung der kleineren und größeren Schülerinnen vorgenommen. Die
Klassen werden durch verschiedenfarbige Gürtelbänder unterschieden.
Nov. 1853 wird eine Kleinkinderbewahranstalt eröffnet auf Bitten des
Schulbezirkes Nymphenburg. Interne Zöglinge werden ab 6 Jahren in die
Volksschule aufgenommen.
1859 Das Buchbergersche Anwesen (Pavillon im Schlossrondell) wird vom Institut
angekauft für Schlafräume. Ein unterirdischer Gang
verbindet den Pavillon mit dem Schlossflügel.
1860 Im Hofraum wird eine Warmbadeanstalt errichtet.
1863 An der Westseite des ehem. Kapuzinerhospizes wird ein Anbau errichtet für
Küche und Wirtschaftsräume, im 1.Stock entsteht ein Speisesaal.
1866 Das Hofgut Blutenburg wird zur Erholung der Zöglinge gepachtet.
1882/83 Anbau der Zöglingsschlafsäle und völliger Umbau des Kapuzinerstockes.
In der Nähe des Institutsgartens wird eine Sommerbadeanstalt im Würmkanal
eingerichtet.
1889 Gründliche Renovierung der Institutskirche.
1894 Neubau neben der alten Mädchenvolksschule an der Moosacherstraße -
Engelhaus für Klassenräume des Pensionates, im Erdgeschoss Mädchenvolksschule
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| Das Engelhaus von der noch dörflichen Maria-Ward-Straße aus gesehen |
1896 Im Klostergarten entsteht eine Wandelhalle mit Spiel- und Turngeräten.
Durch ministerielle Entschließung vom 13. April 1907 werden hohe räumliche Forderungen gestellt.
Weitere Räume werden notwendig, deshalb entschließt sich das Institut für einen weiteren Neubau.
14.09.1910 Erster Spatenstich für den Hauptbau des heutigen Schulkomplexes
16.05.1912 Einweihung durch den Erzbischof Dr. F. von Bettinger, Architekten sind Gebr. Rank, München
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| Das blaue Pflaster | Speisesaal |
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| Chemiesaal | Aula |
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| Spielhof | Spielzimmer |
Das städt. Zolleinnehmerhaus wird von den Englischen Fräulein als
Pförtnerhaus erworben. Eine Verbindung des neuen Hauses mit dem alten
Institutsgebäude im königlichen Schloss wird durch einen gedeckten Übergang über
die alte Menzingerstraße geschaffen, das Pensionat verbleibt im Schlossgebäude.
Um für die Gesundheit der Zöglinge zu sorgen, wird bereits 1817 ein eigener Arzt angestellt, 1842 ein Zahnarzt, 1880 ein Augenarzt.
5. Notzeit 1933 - 1945
1933 Die Machtübernahme Hitlers bringt viele Veränderungen.
Ab Januar 1937 werden die von den Schwestern geführten Volksschulen enteignet.
Am 17.03.1937 werden die Wohnungen der Schwestern im nördlichen Schlossflügel einschließlich der Kirche beschlagnahmt.
Die Kirche wird Jagdmuseum. Die Schwestern ziehen in den 3. Stock des Schulgebäudes und in das Josephshaus.
Am 05.04. 1937 erfahren die Schwestern aus der Zeitung, dass das Internat der Englischen Fräulein in Nymphenburg mit sofortiger Wirkung zu schließen ist. 29.12.1937 Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums, dass mit Beginn des neuen Schuljahres keine Schülerinnen mehr aufgenommen werden dürfen.
1938/39 Alle Räume des Schulgebäudes werden wiederholt besichtigt und vermessen.
Okt. 1939 Enteignung der Schulgebäude
12.10.1939 Letzter Schultag in unseren Räumen. Die Klassen werden in die Hirschbergstraße ausgelagert.
1940/41 „Die Schwestern werden im Schuldienst nicht mehr benötigt"…
Ab Herbst 1938 werden unsere beiden Schulgebäude in ein Städtisches Hilfskrankenhaus als Zweigstelle des Schwabinger Krankenhauses umgebaut.
Am 26.03.1940 Offizielle Eröffnung des Krankenhauses in den Schulräumen. Pflegefälle, Typhus-, Scharlach- und Diphtheriekranke werden gepflegt und müssen bei Fliegeralarm ohne Aufzug in die Luftschutzkeller runter und wieder zurück getragen werden.
Im März 1943 fallen die ersten Bomben bei uns: Kindergarten, Scheune und eine Halle im Garten brennen. M. Sekundilla und ein Patient erliegen den schweren Verletzungen. Eine große Sprengbombe trifft das Jagdmuseum (unsere frühere Kirche).
Trotz Kriegsendes werden die letzten Patienten erst am 30. Mai 1950 in ein anderes Krankenhaus verlegt. Rund 20.000 Kranke wurden bei uns gepflegt, etwa 2.800 sind gestorben.
6. Wiederaufbau
Im Waschraum des Turnsaales erteilt M. Hereswitha Erwachsenen Englischunterricht.
12.09.1945 Die Erlaubnis zur Führung der früher genehmigten Höheren Mädchenschule wird erteilt. Beginn mit der 4. und 5. Klasse in einer Bretterhütte auf der Spielwiese.
Ab Nov. 1945 Unterricht im Josephshaus (ca. 300 Schülerinnen). Gartentische und Bänke dienen als Schulbänke. Die Holzscheite zum Heizen werden teils von den Schülerinnen mitgebracht.
Ab 1946 Einschreibung für die Anfangsklassen, Schichtunterricht fünf Jahre lang wegen Mangels an Räumen. Die Schulspeisung lindert den größten Hunger.
12.05.1947 Die Mädchenmittelschule wird genehmigt.
Herbst 1950 In bescheidenem Umfang wird das Internat eröffnet.
Die Institutsleitung ist sehr darauf bedacht, die Kriegsschäden im ganzen Haus so schnell wie möglich zu beheben und entsprechend den Anforderungen der Zeit und der ständig wachsenden Schülerzahl neue Räume zu schaffen.
Anfang der 60er Jahre entstehen ein neues Klostergebäude und die Institutskirche. Damit werden Räume frei für die Schule. Viele Fachräume werden in den nächsten Jahren ausgebaut, ein Lehrschwimmbecken angebaut, eine Doppelturnhalle erstellt.
Vorsteherinnen in Nymphenburg
1835 - 1856 Frau Katharina di Graccho, Generaloberin
1856 - 1865 Frau Elisabeth di Graccho, Generaloberin
1865 - 1889 Frau Marie Paur, Generaloberin
1889 - 1911 Frau M. Elise Blume, Generaloberin
1911 - 1929 Frau M. Isabella Wild, Generaloberin
Inspektoren
1838 - 1866 H.H. Dr. Benedikt Prand, kgl. Inspektor
1866 - 1868 H.H. Joseph Wörnzhofer, kgl. Inspektor
1868 - 1881 H.H. Georg Sigmund, kgl. Inspektor
1881 - 1890 H.H. Seb. Kirchberger, kgl. Inspektor
1890 - 1903 H.H. Anton Gloßner, kgl. Inspektor
1903 - 1913 H.H. Karl Jägerhuber, kgl. Inspektor
1913 - 1916 H.H. Simon Irschl, Inspektor
1916 - 1928 H.H. Simon lrschl, Direktor
1928 - 1930 H.H. Joseph Haas, Inspektor
1930 - 1937 H.H. Hermann Maenner, Inspektor
Direktorat
1928 - 1938 Dr. M. Theodolinde Winkler
1938 - 1941 M. Annamaria Schmid
1941 - 1945 unter der Nazi-Diktatur Schule verboten
1945 - 1950 Dr. M. Melchiora Staudinger
1950 - 1977 Dr. M. Hereswitha Hengstl
1977 - 2000 M. Ortrudis Hecht
2000 - 2006 Dr. Günther Reiter
2006 - 2009 Frau Renate Otto (Realschule)
2009 - heute Frau Wucholt (Realschule)
2006 - heute Dr. Hubert Gruber (Gymnasium)











