Besuch von Maria-Ward-Schwestern in den sechsten Klassen
Im Rahmen der Maria-Ward-Woche 2012 besuchten Schwester Magna und Schwester Ursula die Schülerinnen der sechsten Klassen, um aus erster Hand über das Leben einer Schwester der Congregatio Jesu zu informieren.
Am Donnerstag, den 02.02.2012 war es soweit: Schwester Magna und Schwester Ursula stellen sich jeweils in den vier sechsten Klassen den Fragen der Schülerinnen, die die Möglichkeit hatten, aus erster Hand über das Leben einer Klosterschwester und auch über den Werdegang der Ordensgründerin informiert zu werden.
Die Unterrichtsgruppe in Katholischer Religionslehre der Klasse G 6b/d wurde von Schwester Magna besucht, die zunächst über ihr Leben den Schülerinnen Interessantes zu berichten wusste:
Schwester Magna zählt mittlerweile 70 Jahre. Im Alter von 20 Jahren ist sie in den Orden der Congregatio Jesu eingetreten und kann in nächster Zeit ihre goldene Profess feiern, wenn sie nämlich 50 Jahre dem Orden angehört. Ursprünglich plante sie als junge Frau, zu heiraten und eine Familie zu gründen, aber Gott hatte offensichtlich anderes mit ihr vor, so dass sie als junges Mädchen, das den Menschen auf ihren Wegen schon immer beistehen wollte, ihre Berufung für das Leben im Kloster erkannte.
Schwester Magna beantwortete bereitwillig und offen die Fragen, die ihr gestellt wurden: So berichtete sie, jeden Morgen um sechs Uhr aufzustehen und anschließend in ihrem Zimmer vor dem Besuch des Gottesdienstes in der Institutskirche zu beten. Sie verfügt im Kloster über zwei eigene Zimmer, ein Arbeits- und ein Schlafzimmer. Schwester Magna besucht jeden Tag ihre Mitschwestern im „Provinzialat der Congregatio Jesu“ in Pasing, um hier in einer Arbeitsgruppe von Schwestern mitzuarbeiten. Auf Nachfragen erzählte sie auch, dass ihr niemand vorschreibt, wann sie ins Bett zu gehen hat, und dass sie immer die Oberin des Ordens fragen muss, wenn sie für sich etwas anschaffen will, z. B. ein Buch. Auch informierte sie uns darüber, dass in Deutschland und Österreich noch 500 Schwestern in den verschiedenen Klöstern der Congregatio Jesu leben.
Im Anschluss daran berichtete sie über das Leben der Ordensgründerin, Maria Ward, wobei es uns schon erstaunte, dass Maria Ward zunächst in das strengste Kloster eintreten wollte, um in dieser Abgeschlossenheit nur Gott zu dienen und ihn anzubeten. Offensichtlich hat sie dann später erkannt, dass dieses nicht ihr Ziel sein konnte, und sie schuf eine völlig neue, revolutionäre Ordenskonzeption. Besonders spannend fanden wir die Erzählungen darüber, dass Maria Ward in München verhaftet wurde, und es schaffte, trotzdem über den Weg der sogenannten „Zitronenbriefe“ in Kontakt mit ihren Mitschwestern zu bleiben.
Viel zu schnell endete dann diese informative Stunde, so dass wir gar nicht alle unsere Fragen stellen konnten. Sehr herzlich danken wir Schwester Magna, dass sie sich für uns eine ganze Stunde Zeit genommen hat.
Sophia Bacher, Paula Hug (G 6 B) und Dr. Jürgen Schmelter
