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Besinnungstage der Q11 in St. Ottilien

Während einige unserer Mitschülerinnen schon am Samstag nach Taizé aufgebrochen waren, machten wir, 60 Schülerinnen und Frau Backhaus, Frau Donhauser und Herr Dicknether, uns am Montag, den 20. Februar 2017, auf den Weg nach St. Ottilien ins Benediktiner Kloster.

Nach unserer Ankunft im Kloster stellten sich die Referenten von „Cordat“ (lat. er/sie gibt Herz) vor, die das Programm für die kommenden Tage für uns gestaltet hatten, und gaben uns erst einmal einen Überblick, was uns erwartete.

Nach dem Mittagessen ging es auch gleich los:
Aufgeteilt in drei Gruppen, nahm jede Schülerin im Laufe des Nachmittags an drei Workshops teil. Wir lernten verschiedene Meditationstechniken kennen, überlegten im Rahmen eines Gruppenspiels, was uns im Alltag Kraft gibt, und gestalteten eigene Notizbücher, die wir am nächsten Tag brauchen würden.
Beim Abendprogramm konnten wir uns entscheiden, ob wir Lesezeichen basteln, etwas spielen oder eine Nachtwanderung machen wollten.

Nachdem sich gegen halb zehn wieder alle im Gruppenraum zusammengefunden hatten, wurde eine Kerze im Kreis herumgereicht, die jede so lange halten durfte, wie sie wollte. Dabei überlegten wir uns für diejenige, die die Kerze gerade hielt, gute Wünsche, die man zusammen mit der Wärme der Kerze spüren konnte. Anschließend sangen wir noch einige Lieder miteinander, was den Abend stimmungsvoll ausklingen ließ.

 


Am nächsten Tag durften wir uns am Vormittag für einen Intensivworkshop entscheiden. Zur Wahl standen eine Wanderung (Pilgern), das Philosophieren über das Thema „Glück“ und eine Meditation in Verbindung mit der Natur.

Am Nachmittag hatten wir Zeit zur „Muße“ – ein Begriff, der für viele von uns erst einmal etwas abstrakt klang. Wir sollten (möglichst für uns alleine) zur Ruhe und zu uns selbst finden, wobei wir uns frei auf dem Klostergelände bewegen konnten. Dies war für einige eine neue Erfahrung und stellte einen starken Kontrast zu dem gewohnten hektischen Alltag dar, der sonst unser Leben bestimmt.

Anschließend durchliefen wir den Parcours „Heartsteps“. Dieser bestand aus dem selbstständigen Erkunden von vier Räumen, die die Referenten für uns vorbereitetet hatten: „Inspiration“, „Flow“, „Expression“ und „Heart“.

Auf ganz unterschiedliche Art und Weise – von schwimmenden Kerzen bis hin zum künstlerischen Selbstausdruck mit Acrylfarben auf Leinwänden – bekamen wir hier die Gelegenheit, über uns selbst und unser Leben nachzudenken; was uns ausmacht, worin unsere Stärken, Hoffnungen und Ängste liegen, wer unsere Vorbilder sind und woran wir glauben.

Das zweite Abendprogramm war freiwillig. Einige Schülerinnen besuchten die Komplet der Mönche, andere trafen sich noch einmal zum Singen bei Kerzenschein.

 

Am Mittwochvormittag bekamen wir eine ungewöhnliche Aufgabe gestellt:
Wir sollten einen Brief an uns selbst schreiben, den uns die Referenten in einem Jahr zuschicken werden. Zunächst waren wir eher skeptisch, aber letztendlich schrieben viele doch beinahe zwei Seiten und ich denke, wir alle sind gespannt, wie dieser Brief in einem Jahr auf uns wirken wird.

Zum Abschluss unserer Besinnungstage klebte sich jede Schülerin einen Zettel auf den Rücken, auf den die Mitschülerinnen schreiben konnten, was ihnen an derjenigen Person gefällt und wir gaben ein Feedback an unsere Referenten.

 

Neben einer Auszeit vom schulischen Alltag, die wir nach der ersten Schulaufgabenphase sicher alle nötig hatten, haben uns diese Besinnungstage viele interessante Denkanstöße mitgegeben und wir bedanken uns herzlich dafür, dass wir diese Erfahrungen machen durften!

Sarah Fischer, Q11