Nikolaus im Tagesheim 2011
Aus nächster Nachbarschaft komm´ ich her,
ich kann euch sagen, es weihnachtet sehr.
Wie jedes Jahr in dieser Zeit
mach´ ich mich sodann bereit
all diejenigen zu besuchen,
bei denen ich mal will versuchen,
ein bisschen zu loben, ein bisschen zu schelten,
je nachdem, welche Regeln gelten.
Zu euch Mädels im Tagesheim
fällt mir jede Menge ein.
Ich seh´, die Schülerinnenschar
ist größer noch als letztes Jahr.
Drum will ich versuchen, mich kurz zu fassen,
und es bei einer kurzen Rede belassen.
Vorweg jedoch ein knappes Wort
zu jenen Leuten hier vor Ort,
ohne die hier gar nix geht
- auch wenn ihr Schüler das anders seht.
Den Schulleitungen danke ich allen voran,
auf deren Hilfe man rechnen kann,
die nicht nur mit Herzblut ihre Schule leiten,
auch das Tagesheim begleiten
durch manchen Sturm und an festlichen Tagen,
Herr Dr. Gruber auch bei zahlreichen Fragen.
Bei absoluter Not am Mann
man zweifelsfrei mit Ihnen rechnen kann.
So hab´ ich Sie schon mal geseh´n,
wie Sie beim Kantinenbetrieb helfend zur Seite steh´n.
Solchen Einsatz findet man nicht überall:
Ein großes Danke von allen im Speisesaal!
Weiter natürlich die guten Seelen,
die sich tagein tagaus mit Geschirrbergen quälen.
Danka und Domenica sind nicht nur dem Tagesheim zugetan,
sie nehmen sich auch der Kantine an,
geben gut gelaunt Hunderte von Essen aus
und Danka kümmert sich auch noch um´s Haus
und denkt in komplett allem mit,
ist in all ihrer Arbeit einfach fit.
Alles funktioniert stets reibungslos,
unser Dank für sie ist riesengroß.
Auch den ganzen Betreuerinnen
will ein kleines Lob ich bringen.
Seht ihr Schüler auch nicht ein,
dass ein gewisses Maß an Ordnung muss sein,
sind doch alle sehr bemüht,
dass es jeder Schülerin gut ergeht.
Sie alle arbeiten je nach Können,
für das Tagesheim sie sich kaum Ruhe gönnen.
Ob Einzelgespräche, Kantine, Kreatives, Projekte oder Organisieren –
sie wollen das Beste für das Tagesheim erzielen.
Ihr Tun zu beschreiben sprengt den Rahmen,
doch glaubt mir, Dank verdienen auch Betreuerdamen.
Und nun?
Denkt Ihr, ich möchte nun schon geh´n?
Woanders nach dem Rechten seh´n?
Na, da irrt Ihr aber sehr,
denn zu euch Schülerinnen weiß ich mehr:
Vorweg, ich könnt so manches bemäkeln,
von Schülern, die sich mit Schuhen auf Sofas räkeln,
von tobenden, rennenden Gestalten im Haus,
von Tischmanieren, die schlichterdings sind ein Graus,
von Handys, im Übermaß aktiviert,
von Unrat, der Tische und Böden ziert,
von Unsitten, Stühle nicht hochzustellen,
von Gesprächen, mit der Absicht, die Lernzeit zu „erhellen“,
von riskantem Klettern auf zu hohen Bäumen,
von der Weigerung, so manches aufzuräumen,
von allzu mangelnder Pünktlichkeit
besonders bei Beginn der Hausaufgabenzeit.
Dies und jenes und so weiter –
nicht immer ist alles durchweg heiter.
Es gibt so einiges, was mich erschreckt,
anderes dagegen ist perfekt.
Und deshalb fällt es mir keineswegs schwer
und ich komm jedes Jahr wieder gern zu euch her.
Denn ich muss es eingesteh´n,
ich kann viel Schönes bei euch seh´n:
Ich sehe viele Schülerinnen,
die täglich mit fröhlichem „Hallo“ den Mittag beginnen,
die das Mittagessen angenehm gestalten,
in der Pause in ihren Lagern schalten und walten,
die gut gelaunt in die Freizeit eilen
und stundenlang bei ihrem Einrad verweilen,
die zusammen bei Basteln, Mühle und Phase zehn
ihre gemeinsamen Pausen als sinnvoll anseh´n,
die einen pfleglichen Umgang mit Spielen üben,
deren Laune nichts und niemand kann trüben,
die bereit sind zu helfen, wo´s nur geht,
bei denen nicht nur das eigene Wohl im Mittelpunkt steht,
die bei Entschuldigungen pünktlich sind und korrekt,
die erweisen Betreuern genügend Respekt.
Es gibt Schülerinnen, die es schaffen
zu vermitteln, wenn Ansichten auseinanderklaffen,
die auch mal andern zur Seite springen,
will diesen irgendwas nicht gelingen,
die Freude haben, an Projekten teilzunehmen
und sich auch keineswegs dafür schämen,
einen Beitrag zum Allgemeinwohl des Tagesheims zu leisten,
ganz ab und zu sind das die meisten.
Und so komm ich zu dem Resumée,
dass ich mit dem, was ich im Tagesheim so seh´,
doch durchaus zufrieden bin,
und so macht es schließlich Sinn,
euch allen eine Kleinigkeit mitzubringen
und – natürlich und vor allen Dingen -
euch zu wünschen einen schönen, besinnlichen Advent,
bei dem ihr ein kleines bisschen erkennt,
dass die ruhige „staade Zeit“
so manche Überraschung hält bereit.
Und so eile ich nun weiter,
bleibt gelassen und auch heiter.
Bis nächstes Jahr lasst es euch gut ergeh´n
- vorerst Gottes Segen und auf Wiederseh´n!!
