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Die Maria-Ward-Woche 2010 steht unter dem Motto
„Das Herz schenkt, die Hände geben weiter!“


Das Herzstück der Motivation Maria Wards findet sich als Inschrift auf ihrem Grabstein: „Die Armen zu lieben, darin beharrlich zu sein, mit ihnen zu leben, zu sterben und aufzuerstehen, das war das ganze Ziel Mary Wards.“
Das Gebot, „die Armen zu lieben“, gehört seit der Gründung des Ordens der Maria-Ward-Schwestern zu den besten Traditionen der Congregatio Jesu. Durch die Jahrhunderte hindurch wurde dieser Auftrag, sich für marginalisierte Menschen zu engagieren, in vielen bewährten Formen gelebt, vorrangig im Dienst für Bildung und Ausbildung von Mädchen.

Im Zuge des Wandlungsprozesses vom anerkannten Schulorden zum ignatianischen Frauenorden ruft die angemessene und notwendige Weiterentwicklung der Idee Maria Wards ihr zentrales Anliegen, „’die Armen zu lieben’“, stärker als bisher ins Bewusstsein, hatte sie doch stets die Sendung des Herrn vor Augen: „’Er hat mich gesandt, den Armen die Frohe Botschaft zu bringen’ (Lk 4,18-19). Die Liebe zu den Armen und das Leben mit den Armen sind eine Forderung, die sich aus unserem Charisma als fundamentale Option ergibt.“
(Vgl. dazu das informative Taschenbuch: Kiesner, Cosima CJ u.a. (Hrsg.), Frauen und keine Fräulein, Maria Ward und die Congregatio Jesu, Kevelaer 2009, 61ff.)
Auf diesem Hintergrund sind auch die Worte der Ordensgründerin zu verstehen: „Wir leben auf kein anderes Ziel hin, als dies zu verwirklichen: die Ehre Gottes und den Dienst am Menschen“.
Vor bereits 400 Jahren (1609) hat sich die Gemeinschaft der Maria-Ward-Schwestern aufgemacht, den Glauben an Jesus Christus als das Brot des Lebens inmitten der Welt und weltweit zu leben sowie wachsen zu lassen.



Die Maria-Ward-Woche 2010 will dieses weltweite Engagement der Congregatio Jesu und das 175-jährige Wirken der Schwestern in Nymphenburg in besonderer Weise thematisieren.
Auf dieser Grundlage stellen die Maria-Ward-Woche 2010 und die entsprechenden Veranstaltungen sowie Aktivitäten im Schuljahr 2009/2010 dieses weltweite Engagement der Maria-Ward-Schulen für marginalisierte Menschen heute heraus:
- die Internationalität der Congregatio Jesu und ihres Auftrages („Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ <Mk 16,15>)
- die Lebenssituation von marginalisierten Menschen auf dem Kontinent Afrika (auf der Grundlage des Jahresthemas „Afrika“ der Maria-Ward-Schulen im laufenden Schuljahr)
- Solidarität mit den Menschen Afrikas (Sensibilisierung für die Menschen Afrikas und ihre verborgenen Schätze sowie Hilfsaktionen, um ihre Lebensgrundlagen zu verbessern).
 

Maria Ward Statue von Melissa Judg
Programm:

Meditationen am Montag, den 25.01.2010:
Klassen / Kurse G 10 bis K 13 in der nullten Stunde; für die Klassen G 7 bis 9 in der ersten Stunde, unter Mitwirkung einer Schwester der Congregatio Jesu
Fünfte Klassen des Gymnasiums:
Die Lehrkräfte, die Katholische bzw. Evangelische Religionslehre unterrichten, beginnen mit Unterrichtseinheiten über die Ordensgründerin Maria Ward.
Sechste Klassen des Gymnasiums:
Eine Maria-Ward-Schwester, die über ihre Berufung und ihr Leben im Orden erzählt, besucht die Klassen im Religionsunterricht bzw. in der Klassleiterstunde.
Möglichkeit für Schülerinnen der K 12, den Orden vor Ort zu erkunden:
Nach Abschluss der Besinnungstage in St. Ottilien bzw. in Taizé erhalten die Schülerinnen der K 12 die Gelegenheit, in vier Gruppen, die jeweils von einer Schwester geführt werden, das Klostergebäude bzw. die Gemeinschaft der jungen Schwestern im Tagesheim zu besuchen.
Möglichkeit, sich über das Maria-Ward-Kinderheim in Simbabwe zu informieren:
Klassen können sich zu dieser Informationsveranstaltung, die von der ehemaligen Schülerin Eva Hinz angeboten wird, anmelden.
Informationen über verschiedene Afrika-Projekte durch MISSIO München:
Angefragt wurde die Afrika-Referentin von MISSIO München, die über die verschiedenen Projekte in Afrika informiert.
Afrika-Projekttag im Sommer 2010:
Die vielfältigen Aktivitäten, die im Rahmen dieses Projekttages geplant sind, stehen im Zusammenhang mit der Maria-Ward-Woche.
Schülerwallfahrt der Maria-Ward-Schulen am 18. Juni 2010:
Auch diese Veranstaltung, an der Schülerinnen unserer Schule teilnehmen können, steht in Verbindung mit der Maria-Ward-Woche.
Feierlicher Festgottesdienst zum Schuljubiläum:
Gottesdienst mit Friedrich Kardinal Wetter zum 175-jährigen Jubiläum der Maria-Ward-Schulen Nymphenburg.
Abschluss der Maria-Ward-Woche 2010:
Benefizkonzert mit dem Blutenburg-Orchester im Oktober 2010 zum 175-jährigen Jubiläum der Maria-Ward-Schulen Nympenburg. Die Spendensumme kommt den sozialen Projekten der Maria-Ward-Schulen zugute.


 

Die Armen lieben,

in dieser Liebe verharren,

mit ihnen leben,

sterben und auferstehen,

das war alles,

was Maria Ward erstrebte

die 60 Jahre und 8 Tage lebte und

am 20.Januar 1645 starb.

(nach dem Gregorianischen Kalender am 30.01)



Dr. Jürgen Schmelter (für das Vorbereitungsteam)

Copyright © 2010 Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg